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Lasallianischer Besuch

Generalsuperior Bruder Armin und Generalrat Bruder Joel besuchen Illertissen


Am 10. Oktober 2024 besuchte der Generalsuperior des Ordens der Schulbrüder im Rahmen seiner Visite der Provinz Zentraleuropa den Standort Illertissen. Begleitet wurde er von Bruder Joel, dem Generalrat der Region Europa sowie Bruder Paul und Julia Mayer aus Wien. Nachdem die Gäste am Vortag schon einen kurzen Empfang beim Direktor des Schulwerks, Peter Kosak, in Augsburg hatten und sich über die Besonderheit der Trägerschaft der einzigen La Salle-Schulen in Deutschland durch eine Stiftung informiert hatten, stand der Donnerstag ganz im Zeichen der Begegnung mit Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften.
Die Jahrgangsstufen 5 des Kollegs und der La Salle-Realschule feierten mit Pfarrer Specker und den Brüdern eine bewegende und sehr liebevoll von Birgit Piller vorbereite Andacht in der Kollegskirche. Diese wurde musikalisch umrahmt durch den La Salle-Chor der Realschule und dem Orgelspiel von Markus Hubert. Bruder Armin und Bruder Joel trafen im Anschluss auf den Englisch-Leistungskurs des Gymnasiums und auf die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 der Realschule zu Gesprächsrunden. Die Jugendlichen spitzen besonders die Ohren, als Bruder Armin berichtete, dass die Wurzeln der La Salle-Universität Manila auf den Philippinen, an der er lange Jahre gelehrt hatte, eine enge Verknüpfung mit deutschen Brüdern haben: Im zweiten Weltkrieg standen diese Brüder bei den Angriffen der Japanern eng an der Seite der ihnen anvertrauten jungen Menschen und deren Familien. Sie bezahlten diese Mission mit ihrem Leben als die Kapelle der Brüder, in der die Menschen Schutz suchten, angegriffen wurde. Die Gräber dieser Brüder sind noch heute dort vorhanden und der Generalsuperior lud alle seine deutschen Freunde ein, diese eines Tages zu besuchen.
Am Nachmittag nahmen sich die Brüder Zeit für die Kollegien der beiden Schulen. In einer Gesprächsrunde im FreiRaum des Kollegs wurde offen diskutiert, was es auch heute noch bedeuten kann, sich auf der Basis des Evangeliums für die Erziehung junger Menschen einzusetzen. Die Brüder ermunterten die Lehrkräfte, dies zu tun, auch wenn keinen aktiven Brüder mehr im Land sind. Am Ende waren sich beide Seiten einig, dass ein solcher Austausch über die Ideale und Ziele des Stifters Jean Baptiste de la Salle sowohl Lehrkräfte wie auch Brüder ermutigt, in seinem Sinne auch in Zukunft weiter im Dienst der Jugend zu wirken.
Vielen Dank an die Gäste, die sich auf den weiten Weg an den Rand der Provinz gemacht haben! Wir werden diese bewegenden und gewinnbringenden Stunden so schnell nicht vergessen!